Aktuelles Ökumenischer Herbst Spiegelau 2012 Bericht
Schellack-Abend beschließt den Ökumenischen Herbst Hermann
Beiler stellt in Martin-Luther-Kirche von Nazis verfolgte Interpreten
der 20-er und 30-er Jahren vor - Kirchen als Kulturträger Spiegelau.
Der Schellack-Abend in der Martin-Luther-Kirche mit Hermann Beiler zum
Abschluss des Ökumenischen Herbstes in Spiegelau beschäftigte sich
diesmal mit einem eher ernsten Thema. Eine gute Woche nach dem
Jahrestag des Novemberpogroms 1938 lag der Schwerpunkt des Musikabends
bei den gedemütigten, in ihrer Existenz vernichteten, vertriebenen und
ermordeten Künstlern und Interpreten der 20er und 30er Jahre. Dabei kam
auch zur Sprache, welche Rolle die evangelische Kirche bei der
Judenverfolgung gespielt hatte und welche Bedeutung es hat, dass heute
die gleiche Kirche den Verfolgten zumindest für ihre Musik Raum bietet.
Dass es trotzdem oder vielleicht gerade deshalb zu einem
beeindruckenden Hörvergnügen wurde, ist dem großen Können geschuldet,
für das diese Künstler stehen. Mit ihren Stimmen, die wie immer auf
originalen Grammophonen der Zeit von Original-Schellackplatten
abgespielt wurden, wurden die Künstler wieder lebendig. Ganz anders als
bei digitalisierten alten Aufnahmen, wirkt hier die Tatsache, dass wir
die Künstler genau so hören, wie ihr Publikum sie damals gehört hat.
Stücke und Lieder von Hans Albers, Lale Andersen, Marlene Dietrich,
Musik von Dajos Bela, Emanuel Feuermann, den Comedian Harmonists, Max
Hansen, Fritzi Massary, Leo Monosson, Joseph Schmidt, Rosita Serrano
und Richard Tauber vermittelten einen Eindruck von der hohen Qualität
der damaligen Musik. Von „Ave Maria” über „Veronika, der Lenz ist da”
bis „Lilli Marlen” und „Ein Lied geht um die Welt” reichte das
Spektrum. Was hat jetzt diese Musikveranstaltung mit Ökumene zu tun?
Gerade bildende und darstellende Kunst, Musik und Literatur ist wie
kaum etwas anderes geeignet, mit Menschen über Gott und die Welt, auch
über die eigene christliche Lebensgestaltung ins Gespräch zu kommen.
Und die Kirchen sind ohne Zweifel starke Kulturträger. Dietrich
Bonhoeffer formulierte: „Kultur ist der Spielraum der Freiheit.“
Pfarrer Rupert Wimmer und Diakonin Gabi Neumann-Beiler freuen sich über
den großen Erfolg des Ökumenischen Herbstes in Spiegelau. - hb
Seit 110 Jahren
eine Heimat für den Glauben Dekan
Dr. Wolfgang Bub sprach beim Jubiläumsgottesdienst in der
Martin-Luther-Kirche Spiegelau Bericht
Foto Von
Ursula Langesee Spiegelau.
110 Jahre Martin-Luther-Kirche wurde am Sonntag mit einem
eindrucksvollen Gottesdienst in ökumenischer Verbunden evangelischer
und katholischer Christen gefeiert. Als Festprediger war der neue Dekan
Dr. Martin Bub in den Norden seines Wirkungskreises gekommen. Pfarrerin
Sonja Schuster begrüßte ihn und seine Gattin Claudia herzlich in der
Martin-Luther-Kirche, ebenso Pfarrer a.D. Hubert Gerstl, stv. Landrat
Helmut Behringer, Altlandrat Alfons Urban, Bürgermeister Josef Luksch
und MdL Alexander Muthmann. „Es erfüllt uns mit Dankbarkeit, dass wir
hier seit 110 Jahren eine Heimat für Generationen evangelischer
Christen gefunden haben“, sagte Schuster einleitend. Gemeindegesang,
das Streichquartett Gallenkamp, Michael Dietz an der Orgel und
Sopranistin Joy Moritz bildeten den musikalischen Rahmen für diesen
Festgottesdienst, an dem der Dekan und die Pfarrerin, Diakonin Gabriela
Neumann-Beiler, Prädikant Werner Kirchner und Pfarramtssekretärin
Helene Winkler mitwirkten. Auf das Lied „Tut mir auf die
schöne
Pforte“, einem uralten Wallfahrt- und Pilgerlied, das schon zur
Einweihung der Kirche am 31. Oktober 1901 gesungen wurde, und den Psalm
84 baute Dekan Bub seine Predigt auf. „Wir suchen für unseren Glauben
ein Zuhause, wollen geborgen sein im Hause Gottes. Die Lust an Gott
kann Menschen packen. Doch die Realität schaut oft anders aus. Wie
schön wäre es stattdessen, wenn es hieße, schade, dass der Gottesdienst
schon aus ist, dass die Gesangbücher nicht reichen, dass der Pfarrer
heute so kurz gepredigt hat oder dass nur vier statt der möglich en 17
Strophen gesungen wurden.“ Eigentlich ist Gott ja überall dort zu
Hause, wo auch ich bin. Aber er muss ein festes Haus haben, damit wir
ihn orten können, denn das hilft in unserem Glauben, so Bub weiter.
„Diese Geborgenheit suchten vor 110 Jahren mit dem Bau der Kirche die
Spiegelauer Fabrikherren und ihre Arbeiter, die bestehende Gemeinde
half nach dem Zweiten Weltkrieg Schlesiern, Sudetendeutschen und
Ostpreußen nach der Vertreibung hier wieder Fuß zu fassen und in
jüngster Zeit fanden hier Spätaussiedler und Ruheständler Aufnahme.“
Kirche zeige sich eben auch in dem, was entstehen könne, wenn Menschen
zusammen stünden. Aber der Reformationstag erinnere auch
daran, dass
die Kirche immer unfertig sei: „ecclesia semper reformanda“. „Wir
müssen uns selbst und unsere eigene Kirche in den Blick bekommen. Was
können wir verbessern, was müsste sich ändern? Martin Luther hat sich
gegen alle eingeübte Routine gewehrt. Es ging ihm um die innere
Wahrhaftigkeit. Auch wir müssen uns fragen: Brennt das Feuer noch?
Finden wir in der Kirche immer noch unser Zuhause wie die Vögel im
Nest?“ Dekan Dr. Bub dankte abschließend allen, die durch ihr
Engagement das „Brennen für die Kirche“ förderten. Nach
dem Festgottesdienst ging es zum geselligen Gedankenaustausch in die
Christuskirche Grafenau. Hier traf auch Dekan Kajetan Steinbeißer auf
seinen evangelischen Kollegen und sie hatten gleich mehrere
Anknüpfungspunkte durch ihre Studienzeit in Tübingen und Erlangen,
gemeinsame Professoren und Bekannte. Bevor es für den Dekan wieder
zurück nach Passau ging, besuchte er auch das Dietrich-Bonhoeffer-Haus
in Schönberg.Urlaubergemeinde-Tagung
in Grafenau vom
17.-18. Oktober 2011 Tagungsthema: Auf zu neuen Ufern im
Tourismus: Begegnung mit dem Thema Natur in der Natur (Schöpfung spür-
und erlebbar)
Pressebericht
(mit Foto) /Wanderung
auf dem Seelensteig
Seelsorge für die schönste Zeit
des Jahres 18 Pfarrer(innen) und Kurkantoren aus
Urlaubsorten in Bayern tagten in Grafenau und Neuschönau Grafenau.
Was verbindet das Kleinwalsertal, das Allgäu, die fränkische
Seenplatte, den Chiemgau und den Bayerischen Wald? In diesen Gegenden
Bayerns machen viele Menschen gerne Urlaub. „Gerade im Urlaub sind
Menschen offen für die Fragen nach Gott und dem Sinn im Leben. Sie
wünschen sich nicht nur Erholung für den Körper, sondern auch Angebote
für die Seele,“ erklärt Kirchenrat Thomas Roßmerkl, der für die
Urlauberseelsorge der evangelisch- lutherischen Kirche in Bayern
verantwortlich ist. Zusammen mit Pfarrerin Sonja Schuster lud
er
heuer alle verantwortlichen Seelsorger aus Urlaubsorten zur Tagung nach
Grafenau und ins Hans-Eisenmann-Haus nach Neuschönau ein. Dort wurde
den 18 Pfarrern und Pfarrerinnen, sowie den Kurkantoren aus ganz Bayern
ein spannender Einblick in die Arbeit mit Urlaubern gewährt. Natürlich
ist für den Tourismus im Bayrischen Wald der Nationalpark von
entscheidender Bedeutung. Beim Gespräch mit Nationalparchef Dr. Franz
Leibl und einer Führung durch das Hans-Eisenmann-Haus wurde das Konzept
des Parks „Natur Natur sein lassen“ lebendig. Positiv begrüßten die
Seelsorger die christliche Motivation des Nationalparkleiters, der
seine Ehrfurcht vor der Schöpfung aus seinem Glauben heraus begründete.
Er freue sich auch über die gute Zusammenarbeit mit der Kirche bei den
meditativen Wanderungen. Diakonin Gabriela Neumann-Beiler und
Nationalpark-Förster Werner Kirchner nahmen daraufhin die Gruppe zum
Seelensteig mit. Dort konnten sie direkt die Verbindung von Glaube und
Naturerfahrung bei einer leichten meditativen Wanderung erleben, wie
sie im Bayerischen Wald für Einheimische und Urlauber, neben Konzerten,
Vorträgen und Gottesdiensten im Grünen angeboten werden. Dem Himmel
ganz nah waren die Pfarrerinnen und Pfarrer auf dem Baumwipfelpfad. Die
Chancen und Probleme des Massentourismus wurden bereits auf dem Weg zum
Pfad diskutiert. Auf der Aussichtsplattform breitete sich aber
andächtiges Schweigen aus. Der Blick über die sanft geschwungene
Hügellandschaft und den naturbelassenen Wald weitete die Seele und das
Motto der Tagung, „Schöpfung spür- und erlebbar“, wurde in einem Moment
der Ruhe genossen. Dankbar für die vielen Einblicke in die
Seelsorgearbeit im Bayerischen Wald verabschiedeten sich die
Pfarrerinnen und Pfarrer , um wieder in „ihre“ Urlaubsgebiete zu
fahren. Hier warten schon Berggottesdienste, Schiffsandachten,
Orgelkonzerte uvm. auf Urlauber, die mehr als nur ihrem Körper etwas
Gutes tun wollen. - eb
Ökumenischer
Herbst 2011 in Spiegelau Flyer Berichte
Vollmondwanderung am Seelensteig Freitag, 09.09.2011, 21.00 Uhr „Gottes
Schöpfung im Licht des Mondes“ ökumenische meditative
Wanderung mit Pfr. Rupert Wimmer, Diakonin Gabi Neumann-Beiler, Ranger
Günter Sellmayer TP: P & R-Parkplatz Spiegelau /
Leichte Wanderung / Nur bei klarer Nacht, Dauer: ca. 2 h
Ökumenische meditative Wanderung
zum Lusen Sonntag, 25.09.2011, 17.00 Uhr „Wenn
Sonne und Mond einander grüßen“ Pfr. Rupert Wimmer, Diakonin
Gabi Neumann-Beiler, Ranger Günter Sellmayer TP: P &
R-Parkplatz Spiegelau / Leichte Wanderung, Dauer: ca. 4 h
„Unter unserem Himmel” –
Geschichten und Musik Freitag, 07.10.2011, 19.00 Uhr in
der Martin-Luther-Kirche Familienmusik Wolf, Klingenbrunn
Bahnhof mit Texten aus der „Bairischen
Weltgeschichte“, Pfr. Rupert Wimmer
/ Eintritt frei
Ökumenische meditative
“Urwaldwanderung” Samstag, 15.10.2011, 10.00 Uhr „Natur
pur? – Alles Gottes Schöpfung“ Pfr. Rupert Wimmer, Diakonin
Gabi Neumann-Beiler, Ranger Günter Sellmayer Unwegsames
Gelände, begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung: 0700-00776655 TP:
Park & Ride-Parkplatz Spiegelau, Dauer: ca. 2,5 h
„kaum hörbar atmet der wind …“ –
Lyrik und Musik Samstag, 29.10.2011, 19.00 Uhr in
der Martin-Luther-Kirche mit Karl-Heinz Reimeier,
Kreisheimatpfleger Musik: Michael Brunnbauer, klassisches
Akkordeon / Eintritt frei
„Mit Gott“ – Die Geschichte der
Martin-Luther-Kirche Montag, 31.10.2011, 19.00 Uhr in
der Martin-Luther-Kirche mit Hermann Beiler, Spiegelau Musik:
Beate Rolli-Kordick, Gitarre / Michael Kordick, Diatonische
/ Eintritt frei
Schellackzeit Freitag, 18.11.2011, 19.00 Uhr in
der Martin-Luther-Kirche Musik
von 1906 bis in die 30er Jahre auf historischen Schellackplatten,
abgespielt auf originalen Grammophonen der Zeit. Enrico Caruso, Richard
Tauber, Comedian Harmonists, Hans Albers u.v.a. mit Hermann
Beiler, Spiegelau / Eintritt frei
Ökumenische Vesper Mittwoch,
14.09.2011, 18.00 Uhr, Kath. Kirche Spiegelau Dienstag,
11.10.2011, 18.00 Uhr, Kath. Kapelle Riedlhütte Mittwoch,
09.11.2011, 18.00 Uhr, Kath. Kirche Spiegelau
Ökumenischer Bibelkreis jeweils
am Mittwoch, 21.09., 19.10., 16.11.2011, von 19.00 – 20.30 Uhr Kath.
Pfarrhof Spiegelau, Besprechungszimmer Pfr. Rupert Wimmer,
Diakonin Gabi Neumann-Beiler
Veranstalter:
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Grafenau / Kath. Pfarrgemeinde
Spiegelau-Riedlhütte
Segen für einen neuen Lebensabschnitt Evangelische
Gemeinde Grafenau feiert mit 14 Konfirmanden an Pfingsten
(17.6.2011)
Grafenau. Mit einem kräftigen „Ja, mit
Gottes Hilfe“ antworteten die 14 Konfirmanden auf die Frage, ob sie
bereit sind, sich zum christlichen Glauben zu bekennen und Mitglieder
der Kirche Jesu Christi zu bleiben. Danach sprachen sie vor der
versammelten Gemeinde gemeinsam das apostolische Glaubensbekenntnis. Pfingsten,
als Geburtsfest der Kirche und Fest des Hl. Geistes, der die Jünger zu
Aposteln in alle Welt aufbrechen ließ, ist traditionell der
Konfirmationstag in der evangelischen Gemeinde Grafenau. So trage das
Bekenntnis zu Kirche und Glauben in sich auch die Verantwortung dafür,
den Geist Gottes als Geist des Friedens und der Verständigung in die
Welt zu tragen, sagte Pfarrerin Sonja Schuster. Eine sehr vielseitige
Gesellschaft bedürfe dieses Geistes. Dabei machte sie den
Konfirmanden Mut, denn sie habe in der Konfirmandenzeit mit dieser
Gruppe sehr viele schöne Gemeinschaftserlebnisse gehabt. Obwohl sie
sehr verschieden gewesen seien, haben die Konfirmanden es geschafft,
miteinander immer einen guten Weg zu finden und waren eine besonders
harmonische Gruppe. „Gottes Geist wohnt nicht in erster
Linie im Verstand, sondern im Herzen“, so die Pfarrerin. Zusammen mit
Diakonin Gabriela Neumann-Beiler, die bei vielen Konfirmanden die
Glaubenswurzeln im Religionsunterricht gelegt und gepflegt hatte,
wurden an die Konfirmanden Papiertauben als Zeichen dieses guten
Geistes verteilt. Neben dem eigenen Namen befanden sich darauf auch die
Namen aller Konfirmanden. Pfarrerin und Diakonin verlasen die
Konfirmandensprüche und überreichten ihnen ein Kreuz im Stile des
großen Wandkreuzes der Christuskirche. Anschließend wurden die
Konfirmanden mit dem Geist Gottes gesegnet und das Hl. Abendmahl
gefeiert. Die Konfirmanden brachten sich durch Gebete,
Lesungen und einem Anspiel in den Gottesdienst ein. Sie zeigten so, wie
wichtig ihnen dieser Tag ist. Die Eltern der Konfirmanden baten Gott um
eine gute Begleitung ihrer Kinder in einem neuen Lebensabschnitt, der
mehr Freiheiten, aber auch mehr Verantwortung mit sich bringt. Die
von Michael Haug prächtig mit Blumengestecken geschmückte Kirche bot
den entsprechenden Rahmen für diesen bedeutungsvollen Tag. Musikalisch
wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter Leitung von Ruth Weiß
festlich gestaltet und nach einem bewegend gesungenem „Halleluja“ von
Vera Kirchner und Grete Mank setzten die Konfirmanden ihre Feier mit
Freunden und Verwandten im privaten Rahmen
fort. - schu
Virtueller Rundgang durch
die Ökumenische Bibelausstellung in Grafenau:
Presseartikel zur
Bibelausstellung: PNP vom 17.05.2011 Rund 2000 wollten die
Bibelausstellung sehen Im Rahmen einer feierlichen Finissage
wurde eine zufriedene Bilanz gezogen - Alt und Jung waren von den
Exponaten begeistert Grafenau.
Seit vier Wochen bestand im ehemaligen Huber-Haus am Grafenauer
Stadtplatz die Möglichkeit, eine wunderbare Bibelausstellung zu
besuchen. Mit der Finissage am Freitagabend ist sie nun zu Ende
gegangen. Dass die Ausstellung in den letzten Wochen einen
großen
Anklang gefunden hatte, zeigte auch die hohe Besucherzahl der
Abschlussveranstaltung: Etwa 80 Personen waren der Einladung hierzu
gefolgt. „Wir möchten Danke sagen für eine schöne, gelungene
Ausstellung“ begann Dekan Kajetan Steinbeißer die Begrüßung. Sein Gruß
galt allen Anwesenden, besonders den Vertretern von Stadt, Kirche,
Schule, der Kunst und dem Quartett um Regionalkantor Robert
Pernpeintner, welches die Veranstaltung musikalisch bestens umrahmte. Hermann
Beiler, der Organisator der Ausstellung, übernahm danach das Wort und
informierte die Zuhörer über Ergebnis und Eindruck: Die Ausstellung
kann sich über die stolze Zahl von ca. 2000 Besuchern freuen. Im
Gegensatz zu Spiegelau, wo Beiler zuvor schon eine Bibelausstellung im
kleineren Rahmen durchgeführt hatte, waren es in Grafenau auch viele
Feriengäste, welche die ökumenische Veranstaltung besucht haben. Bis
zum Zeitpunkt der Finissage beschäftigten sich hier 28 Schulklassen mit
der Bibel; dazu kamen noch 20 weitere Gruppen, welche eine Führung
gewünscht hatten. Bewegend waren für den Bibelfachmann immer wieder
kleine Erlebnisse, wie z.B. wenn Kinder ihre Eltern voller Begeisterung
in die Ausstellung schleppten, weil sie ihnen unbedingt etwas zeigen
wollten oder wenn ein kleiner Junge ganz Feuer und Flamme war und eine
Seite aus einer alten Bibel vorlas, da er der alten Schrift mächtig
war. Ein extra Dank galt aber auch seinem Plüschschaf „Ofza“, dass bei
dem Kinderansturm viel auszuhalten hatte. In ökumenischer
Manier
dankten im Anschluss Dekan Kajetan Steinbeißer und Pfarrerin Sonja
Schuster gemeinsam allen Mitwirkenden. Ihr erster Dank galt allen
ehrenamtlichen Helfern, die dazu beigetragen hatten, „dass es so schön
wurde“. Besonders waren dabei die Männer und Frauen zu erwähnen, welche
ihre Zeit opferten und sich als Aufpasser engagierten. Weiter dankten
Dekan Steinbeißer und Pfarrerin Schuster Pfarrer Dieter Trieba, der die
Ausstellung mit verschiedenen Exponaten unterstützt hatte, den Gruppen,
welche die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung musikalisch umrahmt
hatten, den Religionslehrern für die Führungen und den
Pressemitarbeitern für die Berichte in der Zeitung. Ein besonderer Dank
galt auch den beiden Sekretärinnen, Carolin Schopf und Helene Winkler,
für ihre unermüdliche Arbeit, Helmut Blöchinger für seine Mithilfe beim
Aufbau und dem Missionskreis. Ihnen allen wurde zur Erinnerung
feierlich eine Urkunde überreicht. Eine sehr schöne Geste war
es,
dass Klaus Pleintinger von der Sparkasse das Huber-Haus für diese
Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte. Damit hat er dem Evangelium
Raum gegeben. Zum Dank wurde Andrea Bergmann, die in seiner Vertretung
anwesend war, ein Geschenk für ihn überreicht. Nicht zu vergessen waren
auch die verschiedenen Künstler, welche mit ihren Werken die
Ausstellung bereichert hatten: Franz Zanella, Josef Schneck, Herbert
Muckenschnabel, Klaus Büchler, Hajo Blach, Annemarie Schmeller und
Meike Ziegler. Ihnen übergab Dekan Steinbeißer eine Flasche „Lacrima
Christi“-Wein. Der größte Dank stand jedoch den beiden zu,
ohne die
nichts stattgefunden hätte: Hermann Beiler und seiner Ehefrau Diakonin
Gaby Neumann-Beiler. Der größte Teil der ausgestellten Werke ist in
ihrem persönlichen Besitz. Mit großem Wissen, guten Ratschlägen und
immerwährender Freundlichkeit leisteten die beiden einen gelungenen
Dienst am Evangelium. Pfarrerin Sonja Schuster überreichte ihnen eine
Karte; ein weiteres Dankgeschenk wird noch folgen. Abgeschlossen wurde
der offizielle Teil mit einem Segensgebet und der Bitte, dass das
Gesagte und Erlebte weiter Früchte bringen möge. In einer
anschließenden Agapefeier bestand noch sie Möglichkeit zum gemeinsamen
Gespräch. - zm
PNP
vom 06.05.2011 Aus dem Tagebuch von Adam und Eva - Gut
besuchte Veranstaltung im Rahmen der Bibelausstellung Grafenau. Mit
dem Thema „Adam und Eva“ hatte Hermann Beiler zur ökumenischen
Bibelausstellung in das ehemalige Modehaus Huber am Stadtplatz geladen.
Dabei ging es dem Bibelfachmann jedoch nicht darum, die entsprechenden
Stellen im Buch Genesis exegetisch zu bearbeiten, sondern die beiden
ersten Menschen aus ihrer eigenen persönlichen Sicht dem Publikum näher
zu bringen. Der bekannte US-amerikanische Schriftsteller Mark
Twain
verfasste einst das „Tagebuch von Adam und Eva“, das Hermann Beiler,
abwechselnd mit seiner Frau Diakonin Gabriela Neumann-Beiler, den
aufmerksamen Hörern vortrug. Die Geschichte beschreibt nicht
nur die
ersten Erfahrungen, die Adam und Eva miteinander hatten, sondern gibt
auch auf humorvolle Weise die typischen Eigenschaften von Mann und Frau
wieder: Während Adam versucht, seiner ständig plappernden Eva zu
entkommen, beklagt diese zwar seine Faulheit, möchte ihn aber mit allen
Mitteln locken; da wird auch vor Früchten vom verbotenen Baum nicht
zurückgeschreckt. Für alle Anwesenden eine genüssliche
Unterhaltung,
die noch bekrönt wurde mit dem Zeichentrickfilm „Die Erschaffung der
Welt - Adam und Eva“ aus den 50-er Jahren von Jean Effel, der auf
ebenso lustige Weise die Erschaffung der ersten beiden Menschen
darzustellen versuchte. Deutlich kommt hier die Sehnsucht des Adam nach
einem weiblichen Partner zum Ausdruck. Gott selbst schafft schließlich
mit seinen drei kleinen Hilfsengeln Abhilfe. Viel Beifall gab
es für
die Veranstaltung. Sie war so gut besucht, dass die Stühle und Hocker
fast nicht ausgereicht hätten. - zm
PNP vom
23.4.2011 Drei
Tage hatte Jenny Schreiner aus Neuschönau Gelegenheit, als Praktikantin
in die Redaktion des Grafenauer Anzeiger zu schnuppern. Als Reporterin
besuchte die Klassensprecherin der 9 d in der Realschule die
Bibelausstellung in Grafenau, die am Palmsonntag eröffnet worden ist
und hielt ihre Eindrücke fest: „In der Grafenauer Bibelausstellung
erhält man einen besonders beeindruckenden und informationsreichen
Einblick in die Welt der Bibel. Der Besucher kann in diesem hellen und
freundlichen Raum in rund 100 Bibeln blättern, sich so vom Alltag lösen
und die dort herrschende Ruhe genießen. Sofort steuert der junge
Besucher die PCs an, in denen er sich Videos über die Bibel ansehen
kann. Das Bedeutendste ist wahrscheinlich die kleinste Bibel, die hier
ausgestellt wird. Nur durch eine Lupe kann man den millimeterkleinen
Text in diesem Buch lesen. Interessant sind die verschiedensten
Ausführungen, in denen das Alte und das Neue Testament ausgestellt
sind. Denn dort gibt es zum Beispiel die berühmte Lutherbibel zum
Betrachten und zum Lesen. Man kann die ‘Hundertwasser-Bibel‘
kennen
lernen und bestaunen und in so genannten Bilderbibeln blättern. In
dieser Ausstellung gibt es zudem eine Ausführung der Bibel in
Blindenschrift, damit selbst Sehbehinderte sie lesen und Gott nah sein
können. Erstaunlich an unserer Heiligen Schrift ist, dass das Alte und
Neue Testament aus insgesamt 79 kleineren Büchern besteht. Aus welchen
Büchern genau, erfährt der Besucher anhand einer großen Tafel. Von der
jüdischen Thorarolle zur einheitlichen Übersetzung erfährt man hier
alles über die geschichtlichen Hintergründe wie den Buchdruck und über
die Entwicklung der Frohen Botschaft. Einzelne Stationen aus unserem
heiligen Buch wurden einzeln aufgeführt und genauer dargestellt, Texte
geben die nötigen Angaben dazu. Nebenbei hat der Besucher die
Möglichkeit, sich Bilder von Herbert Muckenschnabl anzusehen, der
Kunsterzieher an der Realschule war.“
PNP vom 19.4.2011 Ein
ganzes Haus für das gute Buch Bibelausstellung im früheren
Modegeschäft Huber eröffnet - Facettenreiche Geschichte Gottes mit den
Menschen Von
Ursula Langesee
Foto Grafenau.
Mit etwa 200 Gästen wurde am Nachmittag des Palmsonntag eine
ökumenische Bibelausstellung im ehemaligen Huber-Haus von Pfarrerin
Sonja Schuster und Dekan Kajetan Steinbeißer eröffnet. Die evangelische
Kirchengemeinde und die katholische Pfarrgemeinde sind auch die
Veranstalter der Präsentation, die bis 13. Mai die Heilige Schrift in
vielen Facetten zeigt. Die Bibelausstellung mit den über 150
Exponaten war in kleinem Rahmen im November in der Werktagskapelle der
Spiegelauer Kirche zu sehen gewesen. „So viel Arbeit für nur zwei
Wochen in Spiegelau. Da muss die Präsentation ein bisschen auf
Wanderschaft gehen“, befand Dekan Kajetan Steinbeißer. In dem
ehemaligen Modehaus Huber - „einem völlig säkularisierten Raum“ - sah
er den reizvollen Kontrast zur eingehenden Beschäftigung mit der
Heiligen Schrift. „Die Konfessionen gehen zu den Menschen. Was läge
näher, als die Bibelausstellung dort anzusiedeln, wo sich Menschen
treffen?“, sagte er in seiner Begrüßung. Er dankte den
„Geburtshelfern“ Diakonin Gabriela Neumann-Beiler und ihrem Mann
Hermann Beiler, der die Ausstellung in Grafenau aufgebaut hat, und
Pfarrer Rupert Wimmer aus Spiegelau-Riedlhütte, allen, die Exponate zur
Verfügung gestellt hatten, den Künstlern Hajo Blach, Klaus Büchler,
Herbert Muckenschnabl, Annemarie Schmeller, Josef Schneck und Franz
Zanella für ihre Leihgaben und der Ausstellungsaufsicht, der
„Oecumenian Security“. „Freuen Sie sich mit uns, dass wir das gute Buch
haben und es uns Rat, Kraft und Segen geben kann“, schloss der Dekan. Pfarrerin
Schuster stellte die Bibel als die „verschriftlichte Geschichte Gottes
mit den Menschen“ vor. Sie helfe den Menschen, ihren eigenen Weg zu
finden. Damit die Texte auch verstanden werden, wurde die Bibel in 2400
Sprachen übersetzt. Den Anfang machte Martin Luther. Er übersetzte den
althebräischen und altgriechischen Urtext ins Deutsche. Mit einigen
Beispielen belegte Schuster eindringlich, wie „gestelzt“ sich die
Formulierungen ursprünglich auf Lateinisch angehört hätten. Dass die
Seele am liebsten in der ihr vertrauten Sprache spricht und dass
Vertrauen und Glauben unzertrennbar miteinander verknüpft sind, das
glaubte man ihr nach diesen Beispielen sofort. Wie sich eine
so
bekannte Bibelgeschichte wie die von „David und Goliath“ auf bairisch
formuliert gleich noch viel besser anhört, bewies Pfarrer Wimmer mit
seinem lebendigen Vortrag von „Da Kloa und da Groß“. Und weil er
Appetit auf die Ausstellung machen wollte, brach er an entscheidender
Stelle ab und verwies auf die über 100 Bibeln, die den Ausgang der
Geschichte verraten würden. Hermann Beiler, der die
Ausstellung
aufgebaut hatte, war es wichtig, darauf hinzuweisen, dass dies „kein
Museum“ sei. „Alles, was nicht unter Glas ist, darf berührt,
durchgeblättert, studiert werden.“ In elf Abteilungen werde die
Geschichte der Bibel erzählt, ihre Bedeutung für den Alltag, wie sie
Künstler inspiriere und Kinder fasziniere und welch großen Einfluss sie
auf die Kulturgeschichte der Menschheit habe. „Die Bibel ist ein Buch
für jeden von uns, nicht nur für Theologen. Sie ist wie ein guter
Freund, wie ein Schutzengel. Sie hilft durchs Leben“, fasste Beiler
zusammen. Zwischen den Reden setzten die „Oekumenian
Harmonists“
musikalische Akzente. Musiker und Sänger beider Konfessionen haben sich
ganz spontan zusammen gefunden, um Veranstaltungen dieser Art zu
bereichern. Beim abschließenden Lied „Hevenu schalom alejchem“ stimmten
mit Diakonin Neumann-Beiler, Pfarrer Wimmer, Pater Boby, Beate
Rolli-Kordick, Alexandra Kraus, Claudia Wolf und Robert Pauli auch alle
Gäste mit ein. Die Bibelausstellung ist in der Kar- und
Osterwoche
täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt
ist frei.
PNP
vom 13.4.2011 Die Bibel in 100 Facetten Ausstellung von Palmsonntag bis
13. Mai im Huber-Haus - Führungen, Themen- und Filmabende Grafenau.
Während draußen die Grafenauer den Frühling genießen, werkelt Hermann
Beiler im ehemaligen Huber-Haus am Stadtplatz seit Tagen an
Schaukästen, Ständen und Beleuchtung. Denn am Sonntag öffnet die
ökumenische Bibelausstellung. Sie dauert bis 13. Mai. „Das
Ganze
soll kein Bibelmuseum sein, sondern Lust auf die spannenden
Hintergründe dieses Buches fördern“, sagt er. Auf etwa 450
Quadratmetern erwartet die Besucher ein spannender Rundgang.
Beantwortet werden unter anderem die Fragen nach der Herkunft der
Bibel, der Bedeutung für den Alltag oder den Schwierigkeiten bei der
Übersetzung. Auch eine Kinderecke mit Büchern für die kleineren
Besucher wurde aufgebaut. Insgesamt sind über 150
Ausstellungsstücke
zu sehen, davon knapp über 100 verschiedene Bibeln. Größtenteils sind
die Ausstellungsstücke aus dem Privateigentum von Hermann Beiler. Als
leidenschaftlicher Sammler sei es eine Freude für ihn, diese
Ausstellung zu organisieren. Bei einem ähnlichen Projekt im vergangenen
Dezember in Spiegelau konnten über 600 Besucher begrüßt werden.
Mindestens so viele sollen es auch in Grafenau wieder werden. Gleiches
will er auch in Grafenau erreichen. Als besonderen Höhepunkt
der
Ausstellung sieht Beiler eine originale Lutherbibel aus dem Jahr 1706.
Die wertvolle Ausgabe ist in einer Vitrine geschützt. Auch das kleinste
biblische Buch der Welt, das leicht in Beilers Handfläche passt, ist in
Grafenau zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Kosten sollen durch den
Verkauf eines Begleithefts gedeckt werden. Die Ausstellung ist bis 13.
Mai täglich von 14 bis 18 Uhr, in der Kar- und Osterwoche auch von 10
bis 12 Uhr geöffnet. - js Das Programm 17.4., 16 Uhr:
Eröffnung mit Dekan Kajetan Steinbeißer und Pfarrerin Sonja Schuster,
Musik von den „Oekumenian Harmonists“; 19.4., 19 bis 21 Uhr:
Meditative Schreibwerkstatt (A. Schmeller, Pfarrerin Schuster,
Anmeldung: Tel. 08552/1385); 20.4., 19 Uhr: Filmabend „Das 1.
Evangelium - Matthäus“ von Pasolini mit anschl. Gespräch (Dekan
Steinbeißer); 22.4., 29.4, 6.5. und 9.5., jeweils um 18 Uhr:
Vesper (Dekan Steinbeißer); 25.4.
(Ostermontag): „Mit der Bibel unterwegs“: Besinnliche Wanderung von
Grafenau nach Schönberg, Treffpunkt: 8 Uhr am Huber-Haus, 10 Uhr
Gottesdienst im Dietrich-Bonhoeffer-Haus Schönberg (Pfarrerin Schuster); 27.4.,
19 Uhr: Ökumenisches Bibelgespräch (Pfarrerin Schuster, Dekan
Steinbeißer); 30.4., 19 Uhr: Film im Gespräch: „Das Beste
kommt zum Schluss“, anschließend Einladung zum Filmgespräch (Pfarrerin
Schuster); 3.5.,
19 Uhr: Filmabend mit Lesung. Film: „Die Erschaffung der Welt - Adam
und Eva “ von Jean Effel; Lesung: „Tagebuch von Adam und Eva“ von Mark
Twain (Hermann Beiler); 13.5., 18 Uhr: Finissage. Für
Führungen
durch die Bibelausstellung: Anmeldung im Kath. Stadtpfarramt,
Tel. 08552/1271 oder im Evangelisch-Lutherischen Pfarramt
Grafenau, Tel. 08552/1385.
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